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E-Mail-Infrastruktur· aktualisiert am

Dovecot: Der IMAP- und POP3-Server hinter vielen Mailsystemen

Was Dovecot macht

Dovecot ist ein quelloffener IMAP- und POP3-Server für Unix-Systeme. Er ist die Komponente, die Postfächer vorhält und Mail-Clients den Zugriff darauf ermöglicht – nicht zu verwechseln mit dem Versand, der bei einem MTA wie Postfix liegt. In vielen Mailsystemen, unter anderem in Mailcow, arbeiten beide Seite an Seite.

Anmeldung und Integration

Dovecot arbeitet mit einer ganzen Reihe von Authentifizierungsmechanismen zusammen, darunter LDAP, SQL-Datenbanken, PAM und Kerberos. Das ist der Grund, warum sich der Server sauber in bestehende Umgebungen einfügt: Die Benutzerverwaltung muss nicht doppelt gepflegt werden, sondern kann an das anknüpfen, was bereits vorhanden ist.

Verschlüsselung und Absicherung

Verbindungen lassen sich über SSL/TLS absichern, sodass Zugangsdaten und Nachrichteninhalte nicht im Klartext über das Netz gehen. Spam- und Filterlösungen binden sich über definierte Schnittstellen an. Zusammen mit korrekt gesetzten DNS-Einträgen auf der Versandseite ist das die Grundlage dafür, dass Phishing- und Spoofing-Versuche es schwerer haben.

Postfachformate und Betrieb

Dovecot unterstützt mehrere Mailbox-Formate, unter anderem Maildir und mbox. Das ist vor allem bei Migrationen wertvoll: Bestehende Postfachbestände lassen sich übernehmen, ohne sie vorher umzuwandeln.

Für den laufenden Betrieb bringt der Server Protokollierung und Werkzeuge zur Leistungsüberwachung mit. Er ist darauf ausgelegt, viele gleichzeitige Verbindungen zu bedienen, und skaliert entsprechend mit der Nutzerzahl.

Fazit

Dovecot ist ein unauffälliger, aber zentraler Baustein – die meisten Anwender bekommen ihn nie zu Gesicht, obwohl jeder Postfachzugriff darüber läuft. Wenn Sie eine E-Mail-Infrastruktur aufbauen oder eine bestehende migrieren möchten, unterstütze ich Sie dabei.

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